GESCHICHTE DES UNTERNEHMENS

Seit vier Jahrhunderten agiert Esterhazy als eine der wichtigsten wirtschaftlichen Kräfte und als bedeutender Impulsgeber vor allem in der pannonischen Region.

Dr. Paul Esterházy, letzter regierender Fürst und Majoratsherr, starb 1989. Er setzte seine Gattin Melinda als Universalerbin ein. Nach seinem Ableben trat sie dieses Erbe an und trachtete vor allem danach, dem wichtigsten Anliegen ihres verstorbenen Mannes nachzukommen: die bis Mitte des Jahrhunderts im Fideikommiss zusammengefassten Besitztümer zu erhalten und dadurch die bedeutenden Kulturgüter für die Nachwelt zu bewahren.

Um eine Zersplittung des Esterházyschen Besitzes im Laufe der Generationen zu verhindern, entschloss sich Melinda Esterházy 1994, die neu geschaffene Rechtsform der Privatstiftung zu wählen. Melinda Esterházy nahm persönlich, gemeinsam mit ihrem Bruder Prof. Josef Ottrubay und ihrem ältesten Neffen Dr. Stefan Ottrubay, Einsitz im Stiftungsvorstand. Bis 2004 gründete Melinda Esterházy drei Privatstiftungen. Dabei war es das erklärte Ziel, Strukturen zu schaffen, die für die Zukunft gesunde und wachstumsstarke Wirtschaftsbetriebe ermöglichen, und den Erhalt der wertvollen Baudenkmäler und weiterer historischer Bauwerke sichern. Dazu zählen neben den bekannten Tourismusmagneten wie Burg Forchtenstein, dem Schloss in Eisenstadt und in Lackenbach, sowie der Ruine Landsee auch Meierhöfe, alte Wohnhäuser, aber auch große kulturelle Aufführungsstätten wie der Steinbruch St. Margarethen. Ein weiteres Ziel bei der Gründung der Stiftungen war die Erforschung und Restaurierung der bedeutenden, ehemals fürstlichen Sammlungen.

Mit diesen Stiftungen wurde die Voraussetzung für wachstumsstarke Wirtschaftsbetriebe geschaffen, die heute den maßgeblichen Unternehmenserfolg bilden. Im Zuge einer umfassenden Neustrukturierung erfolgte 2001 die Gründung der Esterhazy Betriebe Gmbh (EBG). Die EBG verwaltet das Vermögen der drei Stiftungen nach modernen, wirtschaftlichen Grundsätzen.